Das besondere Objekt: Passivhaus Paul-Roosen-Str. 13 in Hamburg St. Pauli
Neubau
Auf dem Flurstück befand sich eine für St. Pauli typische Bebauung mit Vorderhaus und Hofbebauung, die ursprünglich erhalten bleiben sollte. Die Substanz erwies sich jedoch als so schlecht, dass die Instandsetzungskosten die Neubaukosten bei weitem überstiegen. Nach dem Abbruch wurde hier ein Passivhaus erstellt.| Zeitrahmen: | Beginn der Rückbauarbeiten im Juni 2004, Beginn der Neubauarbeiten im Juli 2004, Bezug im November 2005 |
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| Finanzierung: | Neun Wohneinheiten wurden öffentlich gefördert, eine Wohneinheit im Staffelgeschoss sowie zwei Gewerbeeinheiten im Erdgeschoss frei finanziert; der Rückbau sowie anteilig Dekontaminierungsmaßnahmen wurden als Ordnungsmaßnahme nach § 147 BauGB von der FHH übernommen. Die Gesamtkosten betrugen rd. 2 Mio € bei einer Wohn- und Nutzfläche von 873 m². |
| E-Mail: | steg@steg-hamburg.de |
Die Neubebauung wurde richtungsweisend als Passivhaus errichtet. Der Entwurf hat beim Passivhauswettbewerb der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt den 1. Preis erzielt.
Städtebaulich nimmt der Neubau den Versatz der benachbarten Gebäudefluchten durch eine Verschränkung von zwei Gebäudeteilen auf. Daraus leitet sich eine vertikale Drei-Teilung ab, die sich in den Höhen maßstäblich an die angrenzende Bebauung anpasst. In der Mittelachse ist straßenseitig an der Nordseite des Gebäudes eine gläserne Pufferzone angeordnet, die die öffentlich und private Erschließung sicherstellt. Die Nordseite ist sonst, bis auf die notwendigen Belichtungsöffnungen aus energetischen Gründen weitgehend geschlossen. Nach Süden hin öffnet sich das Gebäude durch Glasfassaden mit vorgestellten Balkonanlagen.
Im Kellergeschoss befinden sich eine Tiefgarage mit neun Stellplätzen, Abstellräume, Fahrrad- und Kinderwagenabstellflächen, Müllraum, Trockenraum sowie die gesamte Haustechnik.

