Hamburg-Altona: steg hat Arbeit im neuen Sanierungsgebiet Große Bergstraße/Nobistor aufgenommen
Die Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt sowie der Bezirk Altona haben der steg Hamburg die Sanierungsträgerschaft für das neue Sanierungs- und Stadtumbaugebiet Große Bergstraße/Nobistor übertragen. Die steg wird dabei im Auftrag der Stadt die weitere Vorbereitung und Durchführung der erforderlichen Sanierungsmaßnahmen für eine voraussichtliche Laufzeit von zwölf Jahren übernehmen.Zum Aufgabenbereich des Sanierungsträgers gehören einerseits konzeptionelle Leistungen wie die Fortschreibung des Erneuerungskonzeptes in städtebaulicher, organisatorischer, zeitlicher und finanzieller Hinsicht. Anderseits übernimmt er im Wesentlichen die Prozesskommunikation vor Ort, darunter die Medienarbeit und die Geschäftsführung und Mitwirkung im Sanierungsbeirat einschließlich Verfügungsfonds. Ein besonders wichtiger Bereich seiner Tätigkeit wird die Beteiligung, Beratung, Aktivierung und Unterstützung der Eigentümer und Investoren, Einzelhändler und Gewerbetreibenden, Bewohner und anderer Betroffener zur Umsetzung der Sanierungsziele sein.
Martin Brinkmann, steg-Geschäftsführer und Projektleiter für das neue Sanierungsgebiet: „Durch die Schließung von Karstadt, den Wegzug der SAGA-Zentrale sowie einige andere ungünstige Rahmenbedingungen hat sich die Situation rund um die Große Bergstraße in letzter Zeit stark verändert. Wir begrüßen es, dass im Zuge eines neuen Sanierungsgebietes dieser drohende Abwärtstrend jetzt gestoppt und umgekehrt werden kann.“
In den vorbereitenden Untersuchungen wurden die gebietsspezifischen Defizite des Quartiers analysiert und ein Erneuerungskonzept entworfen. Auf dieser Grundlage hat der Senat im Sommer 2005 die förmliche Fest-legung als Sanierungsgebiet beschlossen. „Einer der Kernpunkte des Maßnahmenkatalogs, den die steg jetzt entwickeln wird, ist sicherlich die rasche Revitalisierung der Großen Bergstraße“, so Martin Brinkmann. In ersten Arbeitsschritten wird ein Nutzungskonzept für eine Kulturmeile in Zusammenhang mit der zukünftigen Nutzung des „Goetheplatzes“ sowie ein Einzelhandelsgutachten thematisiert. Grundeigentümer und Ladeninhaber sollen anlässlich eines „Jour Fixe“ zu einem regelmäßigen Informations- und Gedankenaustausch eingeladen werden.
Die steg wird ein Stadtteilbüro im Sanierungsgebiet einrichten, um so direkt vor Ort präsent zu sein. Auf einer öffentlichen Auftaktveranstaltung noch im Sommer dieses Jahres wird sich das Team der steg vorstellen und ihr Arbeitsprogramm einschließlich erster Vorhaben erläutern. Die steg war bereits Sanierungsträger im ehemaligen direkt angrenzenden Sanierungsgebiet Altona-Altstadt, Chemnitzstraße. Dieses Verfahren konnte inzwischen erfolgreich abgeschlossen werden.
Rüdiger Dohrendorf - 14.06.2006


