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Familienfreundliches Wohnen im Pestalozzi-Quartier

Der städtebauliche Realisierungswettbewerb zur zukünftigen Nutzung der ehemaligen Pestalozzi-Schule, ist abgeschlossen – der beste Entwurf wurde prämiert. Auf der öffentlichen Informationsveranstaltung am 21. November 2007 in der bis auf den letzten Platz gefüllten Aula der Pestalozzi-Schule wurden der Siegerentwurf von Renner Hainke Wirth Architekten sowie die Plätze zwei und drei präsentiert.

Die Gründe, die für den Siegerentwurf sprachen, erläuterte Herr Mathe vom Fachamt für Stadt- und Landschaftsplanung des Bezirksamts Hamburg-Mitte: „Die Jury hat sich für diesen Entwurf entschieden, da er sich am stärksten am Auslobungstext orientiert, alle Bestandshäuser erhalten bleiben, die gewerbliche Nutzung auf die Südseite des Geländes beschränkt bleibt und die städtebauliche Dichte mit rund 80 Wohneinheiten gut übersetzt wird.“ Auch die vier direkt zugeordneten Quartiersgaragen überzeugten das Preisgericht unter dem Vorsitz des Kölner Architekten Prof. Johannes Kister. Im Preisgericht saßen auch zwei Mitglieder des Sanierungsbeirates Wohlwillstraße, der sich somit erfolgreich um eine direkte Beteiligung der Personen vor Ort eingesetzt hat. 

Auf dem ehemaligen Schulgelände wird familienfreundliches Wohnen mit je zur Hälfte Eigentums- und Mietwohnungen entstehen, wobei Wohnprojekte oder Baugemeinschaften ebenso berücksichtigt werden sollen wie altengerechtes Wohnen. Die Preisgestaltung der Mietwohnungen soll anfangs bei 7,50 Euro netto-kalt liegen und eine Anhebung der Mieten soll frühestens nach fünf Jahren möglich sein. Die Turnhalle im Hauptgebäude soll erhalten bleiben.

Auf Basis des vorliegenden Siegerentwurfs erstellte das Architekturbüro Renner Hainke Wirth im Auftrag und in enger Abstimmung mit dem Fachamt für Stadt- und Landschaftsplanung von Dezember bis Februar einen Funktionsplan. Auf dessen Grundlage soll im Anschluss der neue Bebauungsplan für den Baublock, der von den Straßen Simon-von-Utrecht-Straße, Kleiner Freiheit, Paul-Roosen-Straße und Großer Freiheit eingegrenzt ist, aufgestellt werden. In diesem Zusammenhang wird übrigens derzeit geprüft, ob die Simon-von-Utrecht-Straße leicht nach Süden verschwenkt werden kann, um auf der Nordseite mehr Platz für Fuß- und Radwege zu schaffen.
Da das Pestalozzi-Quartier in die so genannte Wohnungsbauoffensive II des Senats der Freien und Hansestadt Hamburg aufgenommen wurde, hofft das Fachamt für Stadt- und Landschaftsplanung bereits Anfang 2009 die Vorweg-Genehmigungsreife zu erreichen. Dann könnten Bauanträge eingereicht und vom Bezirksamt bearbeitet werden.

Da die Vermarktung der einzelnen Baufelder durch die Finanzbehörde bereits Mitte Februar begonnen hat, kann es durchaus realistisch sein, dass im Frühjahr 2009 tatsächlich die ersten Bauanträge gestellt werden. Dies wiederum könnte zur Folge haben, dass Ende 2009 mit den ersten Neubauten begonnen wird und Anfang 2011 die ersten Neubauwohnungen bezogen werden.

06.01.2008




26.02.2008