Sanierungsgebiet Osterkirchenviertel (Ottensen S2): Abschluss des Sanierungsverfahrens
Die aktive Phase des Sanierungsverfahrens wurde zum 30. Juni 2009 weitgehend beendet. Der Sanierungsbeirat war bereits im Mai aufgelöst worden, das Stadtteilbüro wurde Ende Juni geschlossen und somit findet seit Mitte 2009 auch die wöchentliche Sprechstunde nicht mehr statt.| Zeitrahmen: | 1991 bis 2009 |
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| Projektleiter/in: | Julia Dettmer |
| Fon: | 040/43 13 93 46 |
| E-Mail: | julia.dettmer@steg-hamburg.de |
Im zweiten Halbjahr 2009 war die steg nur noch in geringem
Umfang als Sanierungsträgerin tätig und überwiegend mit der Erstellung des
Abschlussberichtes befasst.
Ende Januar 2010 ist die Abschlussbroschüre erschienen (Quartiersnachrichten
Osterkirchenviertel, Nr. 29, Januar 2010) und am 10. Februar 2010 hat die
öffentliche Abschlussveranstaltung stattgefunden.
Die förmliche Aufhebung des Sanierungsverfahrens ist für 2010 geplant.
Seit dem 1.1.2010 ist die steg nicht mehr Sanierungsträger im
Osterkirchenviertel. Wenn Sie Fragen zum Sanierungsverfahren
Osterkirchenviertel haben, wenden Sie sich bitte an das Bezirksamt Altona,
Dezernat, Sozialraummanagement, Abteilung Städtebauliche Sanierung, Frau Maren
Preuß unter Telefon 42811 - 1938 oder per E-Mail maren.preuss@altona.hamburg.de
Zum Gebiet
Das Sanierungsgebiet Osterkirchenviertel liegt nordwestlich
des Bahnhofes Altona und umfasst die Straßen innerhalb des Dreiecks
Barnerstraße, Bahrenfelder Straße und Große Rainstraße. Die dicht bebauten
Wohnstraßen mit Gebäuden aus der Gründerzeit werden in den Innenhöfen durch
niedrige Terrassen- und Passagenbauten ergänzt. Mitten im Sanierungsgebiet
befindet sich die einzige denkmalgeschützte Straße Hamburgs, die Zeißstraße mit
Gebäuden aus der Mitte des 19. Jahrhunderts.
Das Wohngebiet ist mit sozialen Einrichtungen, Ladengeschäften, Kleingewerbe und alteingesessenen Handwerksbetrieben durchmischt. Ziel der Sanierung war die Schaffung zeitgemäßen Wohnraums durch Modernisierung und Instandsetzung von Altbauten sowie die Sicherung und Förderung des lokalen Gewerbes und sozialer Einrichtungen. Darüber hinaus ging es um den qualitativen Ausbau und Schutz von Grün- und Freiflächen, Straßenbegrünung und die Verbesserung der Verkehrsituation im Gebiet.
Resümee: Stadterneuerung im Osterkirchenviertel von 1990 bis 2009
Seit 1990 wurden im Gebiet 590 Wohnungen instand gesetzt und modernisiert, davon 36% (211 Wohnungen) mit öffentlicher Förderung. Die Neubauwohnungen summieren sich auf 220, davon sind 94 Sozialwohnungen. Die Gesamtbilanz der vorhandenen Wohnungen im Osterkirchenviertel sieht so aus, dass 1988 insgesamt 1.750 Wohneinheiten vorhanden waren. Diese Zahl hat sich 2009 auf 1.900 erhöht.
Quartiersentwicklung heißt immer auch Information und Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern. So gab die steg im Sanierungszeitraum jeweils mehrmals im Jahr eine kostenlose Informationsbroschüre heraus (Quartiersnachrichten Osterkirchenviertel) und informierte alle interessierten Bürger über anstehende Planungen und aktuelle Themen. Im Sanierungsbeirat sowie mit öffentlichen Erörterungen, Begehungen und Workshops zu konkreten Themen ermunterte die steg die interessierten Bürger, sich aktiv in die Planung einzubringen.
Sanierungsbeirat und Verfügungsfonds Osterkirchenviertel: Zwischen 1999 und Mai 2009 tagte der Sanierungsbeirat Osterkirchenviertel in der Regel monatlich. Insgesamt fanden 209 Sitzungen statt. Hier wurden alle aktuellen Themen und Planungen aus dem Gebiet vorgestellt und erörtert. In dieser Zeit stellte die Stadt Hamburg außerdem einen Verfügungsfonds mit einem jährlichen Budget von € 15.000,- zur Verfügung, aus dem kleine gebietsbezogene Projekte unbürokratisch unterstützt werden konnten. Insgesamt wurden in diesem Zeitraum 139 Anträge mit einer Gesamtsumme von € 132.000,- gefördert.
Im öffentlichen Raum wurden folgende Projekte nach intensiver Bürgerbeteiligung realisiert:
-Umbau der öffentlichen Spielplätze Osterkirche und Bahrenfelder Straße
-Umbau der öffentlichen Spiel- und Freifläche „Kemal-Altun-Platz“
-Herrichtung des Stadtteilplatzes Ostereck
-Umbau des Schulhofes der Grundschule Bahrenfelder Straße
-Verschönerung der Abbestraße durch Aufstellen von Pflanzkübeln mit Pflegepatenschaft durch Anwohner und Ausbesserung des Gehweges
-Umsetzung des Verkehrskonzeptes für das gesamte Sanierungsgebiet mit verschiedenen baulichen Maßnahmen; Ziel: Minderung der Verkehrsbelastung und Erhöhung der Verkehrssicherheit
-Denkmalschutzgerechte Sanierung der Zeißstraße mit Großpflaster und Verbreiterung des Gehweges
-Schließung der Zeißtwiete für den motorisierten Verkehr
-Einbau von Straßenmobiliar im Nernstweg
Im Bereich soziale Infrastruktur wurden realisiert:
-umfassende Sanierung der ehemaligen Drahtstiftefabrik in der Zeißstraße (heute Sitz u.a. vom Stadtteilarchiv Ottensen und INCI e.V.)
-Neubau der Kindertagesstätte in der Kleinen Rainstraße
-Neubau des Jugendgästehauses in der Kleinen Rainstraße (heute Schanzenstern Alton)
Bebauungsplan Ottensen 43
Der Bebauungsplan (B-Plan) Ottensen 43 wurde im Herbst 2009 von der Bezirksversammlung Altona beschlossen. Nach der noch ausstehenden rechtlichen Prüfung wird der B-Plan mit der Unterschrift des Bezirksamtsleiters rechtskräftig werden. Da der Bebauungsplan bereits Vorweggenehmigungsreife erlangt hat, werden Bauanträge bereits auf der Grundlage des B-Plans Ottensen 43 beurteilt.


