Schule Altonaer Straße im Schanzenviertel – Der Weg zur Ganztagsschule
Von Juli 1999-Juni 2003 war die steg mit dem Quartiersmanagement für das Schanzenviertel beauftragt. Durch das bezirksübergreifende politische 13er-Gremium (Zusammenschluss aus Politikerinnen und Politikern aller Fraktionen der drei Bezirke Eimsbüttel, Altona, Mitte) wurde als eines der Themen mit erster Priorität die „Verbesserung der Angebote für Kinder und Jugendliche im Schanzenviertel" auf die Agenda gesetzt.| Zeitrahmen: | Beteiligungsprozess von April 2000 - Januar 2001; Durchführung der Umgestaltung unter Beteiligung der Schüler u.a. in den Jahren 2001 und 2002; Konzeptentwicklung für eine Ganztagsschule von Mai 2003-Dezember 2004; seit 2004 Prozessbegleitung für das Projekt Kinderleicht |
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| Projektleiter/in: | Krimhild Strenger |
| Fon: | 040/43 13 93 66 |
| E-Mail: | krimhild.strenger@steg-hamburg.de |
Zu Beginn der Arbeit wurde von der STEG eine umfangreiche Bestandserhebung der sozialen Einrichtungen für Kinder- und Jugendarbeit im Viertel gemacht und eine Fragebogenaktion mit den SchülerInnen der Schule Altonaer Straße bzgl. ihrer Freizeitgestaltung und ihrer Sicht auf den Stadtteil durchgeführt. 220 SchülerInnen nahmen daran teil. Die Interviews und die Fragebogenaktion dienten der frühzeitigen Einbeziehung der verantwortlichen Einrichtungen und der Kinder und Jugendlichen im Viertel und als Grundlage, um gemeinsam an Verbesserungen der Angebote für Kinder und Jugendliche zu arbeiten.
Einer der Arbeitskreise, die sich durch diese „Mobilmachung" gebildet hatte, beschäftigte sich mit der Öffnung und Umgestaltung des Schulhofes in der Altonaer Straße (Vorschule, Grund-, Haupt- und Realschule mit Beobachtungsstufe). In gemeinsamer kooperativer Arbeit zwischen VertreterInnen der Schüler, LehrerInnen, Eltern, Schulleitung und Hausmeister, KooperationspartnerInnen aus dem Stadtteil (soziale Einrichtungen) und den zuständigen Behörden (BBV, BBS) war das Ziel, unter allen Beteiligten bis zum Ende des Jahres 2000 einen abgestimmten Nutzungsplan zur Neugestaltung des Schulhofes zu erarbeiten.
Nachdem der Schule durch die BBS finanzielle Unterstützung über das Programm "Schulen in Bewegung" bei ihrer Schulhofumgestaltung zugesagt worden war, wurde ein Beteiligungsprozess in Form von zwei Zukunftswerkstätten für die Neugestaltung des Schulraumes durchgeführt. Schülerinnen und Schüler sollten sich mit ihren Ideen und Wünschen in die Gestaltung des Schulraumes einbringen, da für sie der Schulhof einen wichtigen Lebens- und Aufenthaltsraum darstellt.
In den Zukunftswerkstätten haben die Kinder und Jugendlichen zuerst ihren Schulhof kritisch unter die Lupe genommen und daraufhin phantasievolle Ideen, Wünsche und Vorschläge für die zukünftige Nutzung entwickelt. Angeleitet und moderiert wurde die Zukunftswerkstatt durch die steg und das Hamburger Forum Spielräume, das sich auf die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen bei der Planung und auf die kindgerechte Gestaltung von Bewegungsräumen spezialisiert hat.
Bis zum Ende des Jahres 2000 wurden dann in einer Planungsgruppe von Vertretern aller Schüler-Innen die Ergebnisse aus den Zukunftswerkstätten konkretisiert und gemeinsam mit SchülerInnen, Erwachsenen und Fachleuten ausgehandelt, wie die Wünsche und Ideen umsetzbar sein können. Daraufhin konnte eine beauftragte Landschaftsarchitektin ein Grobkonzept für den Schulhof entwickeln. Der Plan wurde mit allen Behörden abgestimmt und konnte komplett umgesetzt werden.
Die Weiterentwicklung der Schule zu einer Stadtteilschule mit einer Öffnung zur Nachbarschaft war ein weiterer wichtiger Ansatz des Projektes. Als Mitglied von KOOP nutzt die Schule die professionellen Arbeitsstrukturen. Gemeinsam mit den KollegInnnen und der steg wurde PROREGIO initiiert. Alle SchülerInnen konnten seit 2002 ein Mittagessen, Hausaufgabenbetreuung und Freizeitangebote in Anspruch nehmen. Seit 2005 ist die Schule für die Klassen eins bis acht verbindliche Ganztagsschule. Für die Klassen 9+10 wird weiterhin PROREGIO angeboten. Das Konzept erarbeitete die Schule zusammen mit Partnern aus dem Stadtteil. Die steg moderierte und unterstützte den Prozess.
Aktuell ist die steg für die Prozessbegleitung des Projektes Kinderleicht (Jugendhilfe an der Schule) beauftragt. Auftraggeber ist der Träger des Projektes.


