Dortmund: Citymanagement Hörde - Ausbau des Stadtbezirksmarketing im Stadtumbaugebiet „Hörde Zentrum“
Der Stadtbezirk Hörde ist geprägt durch seine Vergangenheit in der Montanindustrie. Die seit 1840 betriebene Stahlherstellung und –weiterverarbeitung in den Stahl- und Hüttenwerken PHOENIX Ost und PHOENIX West sind bereits seit einigen Jahren eingestellt. Zentrale Schritte hin zum Strukturwandel wurden bereits eingeleitet. | Zeitrahmen: | 2009 – 2011 |
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| Projektleiter/in: | Tina Kuras |
| Fon: | 0231 - 477788-14 |
| E-Mail: | tina.kuras@steg-nrw.de |
Das Stadtbezirkszentrum ist mit seinen zentralen öffentlichen Einrichtungen und dem Hörder Bahnhof der räumlich-funktionale Kern des Stadtbezirks Hörde. Es ist geprägt durch die Mischnutzung aus Einzelhandel, Dienstleistungen und Wohnen in überwiegend kleinteiliger Baustruktur. Allerdings lassen Leerstände und das Fehlen einiger zentrenrelevanter Sortimente bzw. das teilweise relativ geringe Qualitätsniveau des Warenangebots im Geschäftsbereich und die zum Teil unzeitgemäße Wartenpräsentation bereits Trading-down-Effekte erkennen. Gleichzeitig besteht ein Mangel an geeigneten Handelsflächen für Magnetbetriebe. Daher ist die Funktionsfähigkeit des Zentrums derzeit eingeschränkt und nicht auf zukünftige Entwicklungen vorbereitet. Insbesondere die funktionale Verbindung zu den nahe gelegenen Zukunftsstandorten PHOENIX Ost und PHOENIX West muss vorbereitet werden. Mit dem PHOENIX-See als zukünftigem hochwertigem Wohnstandort und als Freizeitziel sowie dem neuen Dienstleistungsstandort auf PHOENIX bieten sich neue Kundenpotenziale, auf die sich das Stadtbezirkszentrum Hörde einstellen und vorbereiten muss, um diese langfristig für sich gewinnen und an sich binden zu können.
Es gilt, Besonderheiten des Hörder Zentrums zu stärken und neue Perspektiven zu entwickeln, die die Geschichte des Stadtteils aufgreifen. Lokale Akteure und Bewohner identifizieren sich bereits jetzt mit ihrem Zentrum. Es soll jedoch zukünftig zur attraktiven und modernen Mitte für die „alten“ und „neuen“ Bewohner, Erwerbstätigen und Gewerbetreibenden werden.
Für den Stadtbezirk und das Stadtbezirkszentrum wurden im Vorfeld verschiedene vorbereitende Untersuchungen durchgeführt. Zentrale Ziele im Rahmen des Stadtumbauprozesses in Hörde sind die Verbesserung des Einzelhandelsstandortes im Stadtbezirkszentrum und dessen Verknüpfung mit den Phoenix-Standorten. Dies soll erreicht werden durch den Einsatz eines Citymanagements, das die Zusammenarbeit und Motivation der Einzelhändler und sonstiger Gewerbetreibender unter Einbindung der Immobilieneigentümer initiiert und unterstützt. Dabei sollen bestehende Strukturen genutzt und ausgebaut werden.
Insbesondere die Zusammenarbeit und Unterstützung des Stadtbezirksmarketing ist wichtiger Bestandteil der Aufgaben des Citymanagements. Gleichzeitig ist die enge inhaltliche Kooperation mit dem zukünftigen Stadtteilmanagement vorgesehen. Die Aufgaben des Stadtteil- und Citymanagements sind dabei eng verzahnt.
Citymanagement bedeutet die Initiierung und Gestaltung eines langfristig angelegten, integrierten Kommunikations- und Umsetzungsprozesses zur Stärkung und Imageverbesserung des Quartiers. Ziel ist es, das Stadtbezirkszentrum Hörde als zukunftsfähigen und attraktiven Einkaufs-, Wohn-, Arbeits- und Gewerbestandort zu kommunizieren. Darüber hinaus soll eine belastbare Handlungs- und Kommunikationsstruktur entwickelt werden, die auch über die Laufzeit des Citymanagements hinaus bestehen bleibt und wirkt.


