EU PROJEKT CLEVER CITIES IM PROGRAMM HORIZON 2020

ECHT CLEVER!

CLEVER Cities Hamburg/Neugraben-Fischbek

Gemeinsam mit lokalen und internationalen Partnern wird über die nächsten Jahre der „clevere Weg für Neugraben-Fischbek“ mit Fokus auf sog. naturbasierten Lösungen begangen. Hierbei ist die steg als erfahrener Partner vor Ort für die Konzeption und Durchführung der Partizipation lokaler Akteure und Experten am Start. In enger Abstimmung mit dem Bezirksamt Harburg werden in den nächsten Jahren innovative und umsetzungsorientierte Beteiligungsformate unter besonderer Berücksichtigung von Gruppen mit geringer gesellschaftlicher Teilhabe erprobt.

Das Projekt CLEVER Cities („Co-designing Locally tailored Ecological solutions for Value added, socially inclusivE Regeneration in Cities”) geht zurück auf eine Ausschreibung der Europäischen Kommission im Förderprogramm Horizont2020. Das Ziel des Projekts ist die Förderung nachhaltiger und sozial integrativer Stadterneuerung mittels lokal zugeschnittener naturbasierter Lösungen (sog. Nature Based Solutions; kurz NBS). Als Lösungen, die von der Natur inspiriert sind und im Einklang mit der Natur stehen, kann dies beispielsweise die Begrünung von bislang ungenutzten Freiflächen umfassen. Durch neues Stadtgrün können einerseits Naherholungs- und Begegnungsräume geschaffen, gleichzeitig aber auch Biodiversität erhöht und Lebensräume für Pflanzen und Tiere verbessert werden. Naturbasierte Lösungen sind dabei vielseitig einsetzbar und adressieren unterschiedlichste Herausforderungen.

CLEVER Cities setzt sich aus Hamburg, London und Mailand als sogenannte Spitzenreiterstädte zusammen. Diese haben sich mit einer Vielzahl weiterer internationaler Partner mit sich komplementierenden Kompetenzen, Fachwissen und Erfahrungen in der Durchführung von Forschungs- und Innovationsmaßnahmen zu einem Konsortium vereint. Das Team der Freien und Hansestadt Hamburg (FHH) setzt sich aus den folgenden staatlichen Akteuren zusammen: Senatskanzlei (SK), Behörde für Umwelt und Energie (BUE), Bezirk Harburg (BA) und Landesbetrieb Geoinformation und Vermessung (LGV). Als weitere Hamburger Akteure sind die steg Hamburg, die HafenCity Universität (HCU), die Technische Universität Hamburg Harburg (TUHH) und das Hamburger Welt Wirtschafts Institut (HWWI) als Projektpartner beteiligt.

Die Freie und Hansestadt Hamburg (FHH) hat die Leitung des Gesamtprojekts inne und koordiniert die Zusammenarbeit der unterschiedlichen Projektpartner. Darüber hinaus werden in dem Hamburger Projektgebiet in Neugraben-Fischbek unter Federführung des Bezirksamts Harburg naturbasierte Lösungen pilotiert und Maßnahmen umgesetzt. Das Ziel des Projektes ist es, die Fähigkeit und das Potential naturbasierter Lösungen in diesen Testzonen unter Beweis zu stellen, indem die Techniken der naturbasierten Lösungen in Bezug auf technische, soziale und wirtschaftliche Innovation angewendet werden und gleichzeitig zum lokalen Nutzen umgesetzt werden. Am Ende des Projekts werden sich die Modellgebiete als ökologisch regeneriert und gesünder, mit verbessertem sozialen Zusammenhalt, mehr wirtschaftlichen Möglichkeiten und einer höheren Umweltqualität darstellen. Dabei sollen Natur und Naturschutzgebiete erlebbar gemacht werden, ohne den Nutzungsdruck auf diese übermäßig zu erhöhen.

Wie in der Konzeptskizze dargestellt erstreckt sich das CLEVER Pilotgebiet vom Stadtzentrum Neugraben im Osten entlang des neu entwickelten Gebietes Vogelkamp über den Standort der Stadtteilschule Fischbek, über den historischen Dorfkern Fischbek sowie einige Hofstellen und die Siedlung Sandbek mit dem Standort der Schule Ohrnsweg bis hin zu einer neuen Siedlungszone Fischbek-Reethen im Westen. Diese programmatische Verbindung mit neu zu gestaltenden Grünflächen bildet den CLEVER-Korridor.

Die Grundidee des CLEVER-Korridors, lässt sich in geplante Interventionen übertragen, die sich in drei Pakete einteilen lassen, die den Leitgedanken des Hamburger Projektes tragen. Innovative Gründächer sowie Schulhofgestaltung und -nutzung (sog. Spots) verzahnen sich durch innovative Grünvernetzungen. In drei bis vier Bereichen konzentrieren sich die Maßnahmen und werden in Knotenpunkten (sog. Nodes) räumlich gebündelt.

Ein wesentliches Querschnittsthema stellt das Thema Regenwassermanagement dar. Es soll bei allen Projekten – von der Planung von Gründächern, über die Inszenierung des Korridors bis hin zur Gestaltung des Schulhofes – aktiv mitgedacht werden und so dem Thema Regenwassermanagement in der Öffentlichkeit mehr Sichtbarkeit verleihen.

Ihr/e Ansprechpartner/in

Frauke Rinsch
Fon: 040 43 13 93 838

Johannes Robert
Fon: 040 43 13 93 838

Eike Christian Appeldorn
Fon: 040 43 13 93 38

 

 

Übersichtsplan über das Projektgebiet

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